Die „Ildefonso-Gruppe“ wurde 1623 in Rom entdeckt und hundert Jahre darauf in den Königspalast La Granja de San Ildefonso gebracht.
Die Skulptur zeigt Orest und Pylades, legendäre Inbegriffe der Freundschaft, bei einer Opfergabe anlässlich ihrer Rückkehr mit dem Abbild der Artemis (der dargestellten kleinen Statue) aus Tauris. Damit wurde Orest von seiner göttlichen Strafe erlöst. Andere Autoren meinen, die Statuen zeigen die Brüder Kastor und Pollux.
In der Neuzeit wurde die linke Figur mit dem römischen Porträt des Antinoos versehen. Die Skulpturengruppe, eine Kreation der augusteischen Klassik, ist ein prächtiges Beispiel für den Eklektizismus jener Epoche.
Der erste Hinweis auf diese Gruppe datiert aus dem Jahr 1623 und stammt aus der Villa Ludovisi, Besitz des Kardinals Massimi. Nach dem Tod des Geistlichen wurde das Werk in die Sammlungen von Christina von Schweden aufgenommen und gelangte anschließend in die Sammlung des ersten Bourbonenkönigs in Spanien, Philipps V. (1683-1746).