Der Garten der Lüste
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Num. de referencia
P02823
Autor
Bosch, Hieronymus
Titel
Der Garten der Lüste
Datierung
1500 - 1505
Technik
Öl
Materia
Holz
Schule
Flämisch
Thema
Allegorie. Moral
Ausgestellt
Ja
Herkunft
Monasterio de El Escorial; depositada en el Museo del Prado por la Junta Delegada de Incautación, Protección y Conservación del Tesoro Artístico Nacional, 1936; por Decreto de 02-03-1943 quedó establecido el depósito temporal, renovado en 1998 mediante Acta de regularización de Depósitos con Patrimonio Nacional.

Das geöffnete Triptychon enthält drei Szenen. Die linke Tafel ist dem Paradies gewidmet und zeigt die Erschaffung Evas sowie den Lebensbrunnen, während die rechte Tafel die Hölle abbildet. Die mittlere Tafel verleiht dem Gesamtwerk seinen Namen, da dort die Lüste bzw. Freuden des Lebens in einem Garten dargestellt sind. Zwischen Paradies und Hölle platziert sind diese Lüste eine Anspielung auf die Sünde und zeigen die Menschheit, wie sie sich den verschiedenen weltlichen Freuden hingibt. Dabei stechen die Abbildungen einer stark erotisch geprägten Wollust und weitere, geheimnisvollere Andeutungen hervor. Die vergängliche Schönheit der Blumen und die Süße der Früchte vermitteln ein Bild der Zartheit, der flüchtigen Natur des Glücks und des Lustgenusses. Dies scheint auch durch bestimmte Figurengruppen belegt, so beispielsweise das in einer gläsernen Kugel eingeschlossene Paar links, das vermutlich auf das flämische Sprichwort „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“ anspielt.

Das geschlossene Triptychon zeigt eine in Grisaille gehaltene Darstellung des dritten Tags der Schöpfungsgeschichte mit dem Gottvater als Schöpfer, wie auch die jeweiligen Inschriften auf den beiden Tafeln lauten: „Er selbst sprach und alles geschah.“ und „Er selbst sprach und alles wurde geschaffen.“ (Genesis (1:9-13).

Dieses moralisierende Werk ist eine der geheimnisvollsten, vielschichtigsten und schönsten Kreationen Boschs, die in seinem letzten Lebensabschnitt entstand. Philipp II. erwarb das Gemälde bei einer Versteigerung des Nachlasses von Prior Don Fernando, Sohn des Herzogs von Alba, und brachte es 1593 in das Kloster El Escorial.

Seit 1939 befindet sich das Werk im Staatsbesitz und im Prado-Museum hinterlegt.

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