Der Garten der Lüste
Der Garten der Lüste
Lupa
Zoom
Autor
El Bosco
Titel
Der Garten der Lüste
Datierung
1500 - 1505
Technik
Óleo
Materia
Tabla
###lang_materia###
Madera de roble
Größe
220 cm x 389 cm
Schule
Flamenca
Thema
Alegoría
Ausgestellt
Ja
Herkunft
Staatsbesitz

Das geöffnete Triptychon enthält drei Szenen. Die linke Tafel ist dem Paradies gewidmet und zeigt die Erschaffung Evas sowie den Lebensbrunnen, während die rechte Tafel die Hölle abbildet. Die mittlere Tafel verleiht dem Gesamtwerk seinen Namen, da dort die Lüste bzw. Freuden des Lebens in einem Garten dargestellt sind. Zwischen Paradies und Hölle platziert sind diese Lüste eine Anspielung auf die Sünde und zeigen die Menschheit, wie sie sich den verschiedenen weltlichen Freuden hingibt. Dabei stechen die Abbildungen einer stark erotisch geprägten Wollust und weitere, geheimnisvollere Andeutungen hervor. Die vergängliche Schönheit der Blumen und die Süße der Früchte vermitteln ein Bild der Zartheit, der flüchtigen Natur des Glücks und des Lustgenusses. Dies scheint auch durch bestimmte Figurengruppen belegt, so beispielsweise das in einer gläsernen Kugel eingeschlossene Paar links, das vermutlich auf das flämische Sprichwort „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“ anspielt.

Das geschlossene Triptychon zeigt eine in Grisaille gehaltene Darstellung des dritten Tags der Schöpfungsgeschichte mit dem Gottvater als Schöpfer, wie auch die jeweiligen Inschriften auf den beiden Tafeln lauten: „Er selbst sprach und alles geschah.“ und „Er selbst sprach und alles wurde geschaffen.“ (Genesis (1:9-13).

Dieses moralisierende Werk ist eine der geheimnisvollsten, vielschichtigsten und schönsten Kreationen Boschs, die in seinem letzten Lebensabschnitt entstand. Philipp II. erwarb das Gemälde bei einer Versteigerung des Nachlasses von Prior Don Fernando, Sohn des Herzogs von Alba, und brachte es 1593 in das Kloster El Escorial.

Seit 1939 befindet sich das Werk im Staatsbesitz und im Prado-Museum hinterlegt.

Standort auf dem Plan

Saal 56a

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